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Seeweiber.de

Seeweiber.de ist auf einen neuen Server umgezogen. In den nächsten Tagen ergänzen wir sämtliche Beiträge des alten Seeweiber-Blogs.

Die Seeweiber sind feministische Küstenbewohnerinnen, die sich bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN engagieren.

In diesem Blog wollen wir all jenen eine Stimme geben, die sich mit uns über all die Fragen Gedanken machen wollen, die im Feminismus derzeit anstehen.

Zum Beispiel:

  • Wie betonen wir erfolgreich die Rolle der Frau in der Gesellschaft, um darin verankerte Ungleichstellungen aufzeigen zu können, während wir gleichzeitig hin zu einer Gesellschaft wollen, die Gender-Identitäten feiert, aber keine Gender-Rollen mehr hat?
  • Wie kämpfen wir als Grüne Frauen von der Küste für Frauen*rechte, aber auch gegen Mehrfachstigmatisierung und -unterdrückung, Schulter an Schulter mit lesbischen und/oder Transfrauen, Frauen mit Behinderungen, People of colour, Seniorinnen, Musliminnen…?

Wie verlieren wir im Geflecht all dieser Baustellen nicht den Mut?

Und dann gibt es da noch all die anderen Probleme und Herausforderungen, denen wir uns als Frauen tagtäglich stellen, wie z. B. dem Klimawandel, der Wachstumswut des ungebremsten Kapitalismus…


Habt ihr dazu Ideen oder Gedanken? Gibt es Erfahrungen, negative wie auch Erfolge, die ihr teilen möchtet? Habt ihr vielleicht einen Buchtipp?

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Was lange währt… Vom Kampf der Frauen gegen „die göttliche Ordnung“

Kürzlich habe ich einen tollen Film im Kino gesehen. „Die göttliche Ordnung“ der Regisseurin Petra Volpe aus diesem Jahr.[1]
Anfang der Siebziger, ein verschlafenes Dorf im Appenzell: Die brave Heldin Nora Ruckstuhl (Marie Leuenberger) kümmert sich um Kinder, Ehemann, Schwiegervater und ums Strümpfewaschen. Der Spirit der wilden 68er-Generation ist bei ihr noch nicht angekommen. Als sie ihren Ehemann Hans (Maximilian Simonischek) bittet, in ihren alten Beruf zurückkehren zu dürfen, und er das ablehnt, gewinnt die Handlung an Dynamik. Nora wird zufällig auf Frauenrechtlerinnen in Zürich aufmerksam, die sich für das Frauenwahlrecht in der Schweiz einsetzen. Dort nimmt sie erstmals an einer Demo und an einem Selbsterfahrungs-Workshop für Frauen teil und erlebt die ermutigende Kraft der Frauenbewegung. Zusammen mit der schrulligen Vroni (Sibylle Brunner) aus ihrem Dorf entscheidet sie sich, für die Emanzipation der Frauen zu kämpfen, und lädt zu einer Infoveranstaltung für das Frauenwahlrecht in den Landgasthof ein, die zwar bestens besucht wird, aber mit Spott und Gewalt der Männer endet…

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Gegen die Politikverdrossenheit in diesen Zeiten

Nicht erst seit Elke Twesten bin ich gedanklich mit der Art und Weise beschäftigt, wie bei uns fleißige und innovative Grüne mehr eingebunden werden können, wie vermieden wird, dass nach fast Lebensarbeitszeitmandaten ein Vakuum entsteht, dass keine füllen kann. Wie wir es endlich aufbrechen, dass abhängig Beschäftigte als Delegierte ihre Chef*innen wählen können (Mitwirkungsverbot auf der jeweiligen Ebene?)

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Bundesarchiv Bild 183 1990 0922 002 Leipzig Montagsdemonstration

Dankbarkeit, Demokratie und was das mit Corona zu tun hat

Inzwischen ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt. Aber es fühlt sich so an, wie das vergangene Jahr. Außer, dass sich die letzte Zahl geändert hat und Januar ist. Immer der gleiche Trott. Früher hatte ich dem Jahreswechsel mehr Beachtung geschenkt. Ich hatte Erwartungen, Pläne, Vorsätze – das ist mir irgendwie abhanden gekommen und ich frage mich, ob es nur mir so geht.

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Mein bestes Pandemie-Rezept: Ruhe gegen die Maschine

Hattet ihr auch eine Sauerteigbrotbackphase in dieser Pandemie? Ich nicht, aber das liegt daran, dass ich Sauerteigbrot gar nicht mag. Aber auch ich habe mehr gekocht und gebacken als je zuvor. Meistens Quiche, aus irgendeinem Grund… Und das alles nur, um dieser allumfassenden Desorientierung und Angst etwas Erdendes entgegenzusetzen. Und ja okay, ich pack euch das Quiche-Rezept unten dran. Aber es ist nur mein zweitbestes Pandemie-Rezept.

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Gender-Wahn

Hab nur ich kein Problem damit?
Ehrlich gesagt – mir fiel es eigentlich gar nicht so auf, also ich empfand es nie wirklich als störend. Aber ich wunderte mich, als plötzlich so Worte wie „Genderitis“ oder „Gender-Wahn“ auftauchten. Da musste ich mich in meiner Naivität erst einmal schlau machen, was überhaupt damit gemeint ist. Somit wühlte ich mich durch Google und Wikipedia und war erstaunt, dass es so viel mit Hass verpackte Argumente dagegen gibt, nur weil es jetzt eben schick ist, irgendwie doch alle Geschlechter anzusprechen.

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Feminismus im Kopf – in jedem!

Feminismus – brauchen wir das heute überhaupt noch? So ein abgedroschenes Wort, bei dem viele direkt die Beine in die Hand nehmen oder ihr Gegenüber milde belächeln und das Gespräch schnell auf andere Themen lenken. Ein Wort, mit dem wir mutige Aktivistinnen verbinden, die oben ohne vor dem Kanzlerinnenamt protestieren. Ist das nicht zu übertrieben für uns Frauen im Alltag? Finden wir uns und unsere Gleichstellung wirklich darin wieder?

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Was geht

Bei mir nicht viel, dieser Tage. Obwohl – oder vielleicht auch weil – in diesen Zeiten so viel neu gedacht, neu bewertet werden kann.
Geht von zu Hause aus arbeiten? Auch als Lehrer*in? Geht das, Kinder Karriere Küche, unter diesen Umständen? Geht nicht vielleicht noch ein wenig mehr Arbeitsteilung und Gleichberechtigung, und etwas weniger Perfektionismus? Wieso geht es stattdessen für viele zurück in die Rollenverteilung der 50ger? Wie geht das, in einem Lockdown gegen häusliche Gewalt vorzugehen?

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Was wäre wenn… Frauen Weihnachten streiken

Weihnachten liegt hinter uns. Und damit die Zeit, den Lieben ein herrliches Fest zu bereiten.
Plätzchen backen, Wohnung schmücken, Geschenkeliste für Partner*in, Kindern, Enkelkinder, Schwägerinnen, Schwiegermutter, Großvater und Cousinen abarbeiten, Lichterkette und Baum besorgen, Bio-Gans ergattern, Klo putzen und Reiseplanung erstellen. Der alljährliche Marathon ist absolviert, die Zeit, die wir so oft die „stille Zeit“ nennen, die Zeit des Wartens, der Einkehr und der Besinnung ist vorbei. Kommt sie nun endlich, die „ruhige Zeit“?

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