BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern warnen vor den Folgen der vorgeschlagenen GAP-Reform. Eine neue Studie, die heute von der bündnisgrünen Landtagsfraktion Sachsen vorgestellt wurde, zeigt: Vor allem die Umweltprogramme geraten massiv unter Druck. Gleichzeitig drohen Degression und Kappung die Agrarstrukturen in Ostdeutschland besonders hart zu treffen.
Claudia Müller, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026 und Bundestagsabgeordnete, erklärt:
„In ihrer jetzigen Form würde diese GAP-Reform ausgerechnet beim Natur- und Klimaschutz die Axt ansetzen. Wenn die EU weniger Geld gibt und die Bundesländer gleichzeitig deutlich mehr aus ihren Haushalten dazulegen sollen, ist doch klar, was passiert: In klammen Kassen werden zuerst die Umweltprogramme gekürzt. Blühflächen, Gewässerschutz, Humusaufbau und Biodiversität wären dann nicht mehr verlässlich finanziert. Das wäre fatal, denn das ist kein Luxus, sondern die Grundlage dafür, dass Landwirtschaft auch morgen noch funktioniert.
Und auch bei den Direktzahlungen droht eine Schlagseite. Degression und Kappung klingen nach Gerechtigkeit, würden aber ostdeutsche Betriebe überproportional treffen, weil hier andere Strukturen gewachsen sind. Laut Studie droht dadurch eine Umverteilung von EU-Mitteln zulasten Ostdeutschlands und damit weniger Wertschöpfung im ländlichen Raum.
Landwirtschaft zukunftsfest machen heißt: Umweltprogramme flächendeckend stärken und verlässlich absichern, statt sie im Haushaltsgerangel zu zerreiben.“