BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern reagieren betroffen auf das Schicksal des Buckelwals, der in der Ostsee mehrfach gestrandet war und nun vor Poel festliegt.
Claudia Müller, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026 und Bundestagsabgeordnete, erklärt:
„Wir danken allen Helfer*innen und Expert*innen, die unermüdlich alles versucht haben, um den Wal zu retten. Dass es nun aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gelungen ist, macht uns sehr traurig.
Dieser Wal wird bleiben als Symbol. Er zeigt, wie sensibel und verletzlich unsere Meere sind. Das gilt ganz besonders für die Ostsee. Unser Blick sollte auch auf den Arten liegen, die hier dauerhaft leben und in aller Stille verschwinden. Auch Schweinswale sind hochintelligente Meeressäuger, und ihre Existenz in der Ostsee ist massiv bedroht.
Um sie effektiv zu schützen, müssen wir die Beifangrate in der Fischerei so weit wie möglich Richtung Null bringen, etwa durch beifangsichere Fanggeräte, akustische Vergrämung und eine klare Erfassung von Risikogebieten. Außerdem braucht es eine regelmäßige, umfassende Überwachung von Bestand und Verbreitung der Tiere und eine bessere Datengrundlage zu den Folgen von Klimawandel, Unterwasserlärm und Schadstoffen.
All das hätte dem gestrandeten Buckelwal wahrscheinlich nicht geholfen. Aber diese Maßnahmen könnten jedes Jahr viele seiner kleineren, hier lebenden Verwandten vor dem Tod bewahren.“