Ostsee schützen, Schattenflotte stoppen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern fordern konsequente Maßnahmen gegen Tanker der russischen Schattenflotte in der Ostsee. Eine aktuelle Simulationsstudie zeigt eindrücklich, wie verheerend ein Tankerunglück für Küsten und Meeresökosystem wäre.

Claudia Müller, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026 und bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete, erklärt:

„Diese Studie zeigt, wie verheerend ein Tankerunfall für die Ostsee wäre. Ein großes Ölunglück würde Küsten und Meeresökosysteme über Jahre belasten und massive Folgen für Natur, Tourismus und Fischerei haben.

Deshalb muss Deutschland endlich konsequent handeln. Schiffe der Schattenflotte, die nicht korrekt beflaggt sind oder keine gültige IMO-Nummer haben, dürfen in unseren Gewässern nicht einfach weiterfahren. Wer sich der eindeutigen Identifizierung entzieht, entzieht sich auch wirksamer Kontrolle, Haftung und Versicherungsschutz. Diese Tanker sind besonders gefährlich, ihr Zustand besonders schlecht. Sie sind tickende Zeitbomben für unser Ökosystem. Diese Schiffe müssen kontrolliert und, wenn zentrale Angaben fehlen oder gefälscht sind, festgesetzt werden.

Mecklenburg-Vorpommern lebt von der Ostsee. Sie ist Naturraum, Wirtschaftsraum und Heimat für viele Menschen. Wir dürfen nicht riskieren, dass aus Warnungen eine Katastrophe wird.“

Hintergrund

Ein generelles Durchfahrtsverbot für regulär beflaggte Schiffe wäre seerechtlich kaum haltbar. Deshalb zielt die Forderung auf Tanker ohne korrekte Beflaggung oder ohne gültige IMO-Nummer, weil hier Identität, Kontrolle und Verantwortlichkeit nicht gesichert sind. Viele Umwelt- und Befahrensregeln können außerdem vor allem in nationalen Gewässern und bei Hafenanläufen durchgesetzt werden, wo einzelne Schiffe bereits heute ausgeschlossen sind.