Angesichts steigender queerfeindlicher Straftaten fordert Ole Krüger, Landesvorsitzender und bündnisgrüner Spitzenkandidat, ein entschlosseneres Handeln der Landesregierung:
„Wenn CSD-Teilnehmer*innen inzwischen dazu geraten wird, nur in Gruppen anzureisen und sich erst vor Ort sichtbar queer zu zeigen, dann ist das ein alarmierendes Zeichen. Queerfeindlichkeit ist längst keine Randerscheinung mehr – sie bedroht Menschen ganz real im Alltag.
Mit dem Beginn der CSD-Saison in Parchim erwarte ich von Innenminister Pegel, dass die Veranstaltungen umfassend geschützt werden – nicht nur auf dem Kundgebungsgelände, sondern auch auf den An- und Abreisewegen. Wer mit Bus oder Bahn zum CSD fährt, muss dies ohne Angst tun können. Sonst wird das Demonstrationsrecht faktisch eingeschränkt.
Menschenfeindlichkeit darf in Mecklenburg-Vorpommern nicht zur Normalität werden. Queerfeindlichkeit ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft insgesamt. Deshalb appelliere ich an alle Demokrat*innen, Haltung zu zeigen und die CSDs zu unterstützen.“
Zugleich fordert Krüger die Landesregierung auf, den eigenen Aktionsplan gegen Homophobie endlich konsequent umzusetzen und finanziell ausreichend auszustatten: „Eine diskriminierungsfreie Gesellschaft entsteht nicht durch Symbolpolitik, sondern durch konkretes Handeln. Der starke Anstieg queerfeindlicher Übergriffe zeigt: Die Landesregierung muss endlich ihrer Verantwortung zum Schutz aller Menschen gerecht werden.“