Brand im Müritz-Nationalpark – Grüne fordern schnelle und umfassende Nachbereitung

„Wir danken den 370 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die teilweise aus ganz Deutschland angereist sind, um den Waldbrand im Müritz-Nationalpark zu bekämpfen.

Der erneute Brand in einem munitionsbelasteten Gebiet hat deutlich gemacht, wie wichtig eine wirksame Waldbrandvorsorge in unserem Flächenland ist – insbesondere angesichts des Klimawandels, der Böden und Wälder zunehmend austrocknen lässt. Hinzu kommt, dass in Mecklenburg-Vorpommern fast 30.000 Hektar Wald der höchsten Kampfmittelbelastungskategorie 4 zugeordnet sind.

Das Land hat nach eigenen Angaben 150 Millionen Euro in Waldbrandvorsorge und Feuerwehr investiert  – dennoch offenbaren sich laut Waldbrandexperte Lindon Pronto erhebliche fachliche und operative Defizite. Selbst das Angebot unseres Nachbarlandes Brandenburg, seinen Minenräumpanzer zur Verfügung zu stellen, wurde nicht angenommen. Das darf nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, kommentiert Ole Krüger, bündnisgrüner Spitzenkandidat zur Landtagswahl, ein Interview des Waldbrandexperten Lindon Pronto im SPIEGEL.

Krüger weiter:

„Brände in den munitionsbelasteten Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns sind leider ein wiederkehrendes Problem. Schon der Umstand, dass unser Bundesland über keinen eigenen Löschpanzer verfügt, ist besorgniserregend. Dass darüber hinaus das Hilfsangebot aus Brandenburg ausgeschlagen wurde, wirft die Frage auf, ob Einsatzkräfte und Anwohner*innen dadurch unnötigen Gefahren ausgesetzt wurden.

Wir Bündnisgrünen fordern deshalb eine schnelle und umfassende Nachbereitung des Einsatzes. Warum wurde das Angebot aus Brandenburg abgelehnt? Inwiefern hätte der frühzeitige Einsatz eines Löschpanzers die Löscharbeiten erleichtern oder eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern können? Und welche zusätzlichen Mittel werden künftig in die Munitionsräumung unserer Wälder investiert?

Angesichts zunehmender und lang anhaltender Trockenperioden sind wir es den haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften schuldig, die notwendige Technik bereitzustellen, um solche Gefahrenlagen frühzeitig und wirksam bewältigen zu können. Dazu gehören insbesondere ein eigener Löschpanzer für Mecklenburg-Vorpommern sowie eine beschleunigte Munitionsräumung besonders gefährdeter Waldflächen.“