Dazu erklärt die Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller:
„Der Ökolandbau ist eine Erfolgsgeschichte. Er verbindet umweltschonendes Wirtschaften mit regionaler Wertschöpfung, schützt Böden, Gewässer und Artenvielfalt – und die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst. Genau deshalb darf seine Förderung jetzt nicht ausgebremst werden.“
Für Mecklenburg-Vorpommern wären die Folgen besonders gravierend. Die Ökolandbauförderung wird hierzulande bislang vollständig aus EU-Mitteln finanziert. Laut Studie entstünde künftig ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von rund 21,4 Millionen Euro. „Diese Mittel hat MV nicht. Gleichzeitig verfehlt die Landesregierung schon heute ihr eigenes Ziel von 20 Prozent Ökolandbau deutlich“, so Müller.
Mit Blick auf Agrarminister Till Backhaus kritisiert sie die fehlende Positionierung der Landesregierung: „Minister Backhaus schmückt sich gern mit dem Ökolandbau in MV. Umso erstaunlicher ist sein Schweigen zu den Plänen der EU-Kommission. Wer den Ökolandbau ernsthaft stärken will, muss sich jetzt in Berlin und Brüssel entschieden für eine auskömmliche Finanzierung einsetzen.“
Die Bündnisgrünen Mecklenburg-Vorpommern fordern die Landesregierung auf, sich für eine Überarbeitung des GAP-Vorschlags einzusetzen. Umweltleistungen dürfen nicht schlechter gestellt werden als pauschale Flächenprämien. Die Pläne der EU-Kommission gefährden den mühsam erarbeiteten Konsens der Zukunftskommission Landwirtschaft: Öffentliche Gelder müssen öffentliche Leistungen honorieren.