Anlässlich des 40. Jahrestags der Atomkatastrophe von Tschernobyl am 26. April gedenken BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern der Opfer und der bis heute spürbaren Folgen.
Claudia Müller, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026 und Bundestagsabgeordnete, erklärt:
„Tschernobyl ist 40 Jahre her – und doch ist es nicht Geschichte. Wir gedenken den Menschen, die ihr Leben verloren haben, den Kranken, den Evakuierten und denjenigen, die bis heute mit den Folgen leben müssen. Tschernobyl steht für eine simple Wahrheit: Atomkraft ist nicht beherrschbar. Schon ein einziger Fehler kann katastrophale Folgen haben.
Umso verantwortungsloser sind die aktuellen Vorstöße von CDU/CSU, Atomkraft wieder salonfähig zu machen. Wer so tut, als sei das eine ernsthafte, klimaschonende Technologie-Option, verdrängt die Realität.
Atomkraft ist gefährlich, extrem teuer, und sie schafft neue Abhängigkeiten und Probleme, die Generationen nach uns ausbaden müssen. Der Atommüll verschwindet nicht einfach, er bleibt ein Risiko – und bis heute ist die Endlagerfrage nicht gelöst. Dazu kommt: Neue Atomkraftwerke wären viel zu spät einsatzbereit, um die Energiewende voranzubringen. Sie wären nichts anderes als Bremsklötze.
Die bessere Antwort liegt längst auf dem Tisch: Erneuerbare Energien sind schnell, sicher und bezahlbar. Wind und Sonne machen uns unabhängig von fossilen Importen, schaffen Wertschöpfung im Land und senken langfristig die Stromkosten. Wer aus Tschernobyl wirklich etwas gelernt hat, setzt auf erneuerbare Energien, Netze, Speicher und Effizienz – und nicht auf ein teures, riskantes Comeback der Atomkraft.“