Zum Brand in Groß Strömkendorf: “Alle Menschen müssen in MV sicher leben können.”

Ole Krüger, Landesvorsitzender: “Die Bilder des Brandanschlages wecken dunkle Erinnerungen an die 90er Jahre, als rassistische Vorurteile und Zukunftsängste zu einer blindwütigen und aggressiven Stimmung verschmolzen. Der Gedanke ist unerträglich, dass diejenigen, die zu uns kamen, um vor Krieg und Verfolgung sicher zu sein nun auch hier – mitten unter uns – um ihr Leben fürchten müssen. Kirchen, Gewerkschaften und Parteien müssen nun zeigen, dass sie aus den Fehlern vor 30 Jahren gelernt haben und klar und deutlich Stellung beziehen. Nie wieder dürfen Zugewanderte und Geflüchtete Zielscheibe von Menschenhass werden, weil Frustration und Angst unsere Gesellschaft im Griff haben.”

Katharina Horn, Landesvorsitzende, ergänzt: “Wir verurteilen diesen wahrscheinlich rassistisch motivierten Anschlag aufs Schärfste und fordern schnellstmögliche Aufklärung. Alle Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass sie hier in Mecklenburg-Vorpommern in Sicherheit sind. Polizei und Verfassungsschutz sind in der Pflicht zu verhindern, dass es feige, hinterhältige Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten gibt. Allein, dass der Verdacht eines menschenfeindlichen Hintergrundes im Raum steht, muss jetzt Anlass sein umgehend die Sicherheitsvorkehrungen vor allen Unterkünften zu erhöhen. Unser Dank gilt allen Helfer*innen, die gemeinsam dafür gesorgt haben, dass keine Personen zu Schaden kamen.”

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