Zum Welttag der Umwelt am 05.06.2022, unter dem Motto ‚Natürlich Klima schützen: Moore, Wälder und Meere erhalten!‘ appellieren BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern an die Landesregierung, mehr für den Erhalt natürlicher CO2-Speicher zu tun. In diesem Zusammenhang betont der Landesvorsitzende Ole Krüger und das Landesvorstandsmitglied Andreas Katz die große Bedeutung von Wäldern und Mooren für den Kampf gegen die Erderhitzung:

Ole Krüger: „Die letzten Prognosen der Weltwetterorganisation sind erschreckend. Demnach könnte die globale Durchschnittstemperatur bereits im Jahr 2026 bei 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Wir müssen alles dafür tun die globale Erhitzung soweit es geht zu begrenzen, um unseren Kindern und Enkel*innen ein gutes Leben zu ermöglichen. Hierfür ist es essentiell intakte Moore und Wälder als natürliche CO2-Speicher zu erhalten. Leider haben Mecklenburg-Vorpommerns Wälder unter den letzten Trockenjahren stark gelitten und sind daher anfälliger für Krankheiten oder den Befall von Schädlingen. Das liegt unter anderem daran, dass viele der hiesigen Wälder darauf ausgelegt sind dem ökonomischen Nutzungsdruck, aber nicht dem Klimawandel standzuhalten. Hier muss dringend umgesteuert werden! Die Landesregierung muss eine Strategie zur Aufforstung und zum Umbau von artenarmen Nadelwäldern in naturnahe Laubwälder auf den Weg bringen, sodass größere Mengen CO2 in mehr Holz und humusreichen Waldböden gebunden werden können.“

Andreas Katz: „Mecklenburg-Vorpommern ist mit einem Moorflächenanteil von heute noch 13 Prozent seiner Gesamtfläche das moorreichste Land der Bundesrepublik. Ein großer Anteil dieser wertvollen Flächen wurde jedoch für die Nutzung als Acker oder Grünland entwässert. Infolge dieser Moorentwässerung werden enorme Mengen klimaschädlicher Gase emittiert. Etwa ein Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen des Landes stammen aus entwässerten Mooren. Damit sind sie größte einzelne Quelle von Treibhausgasen in M-V. Für wirksamen Klimaschutz in MV müssen unsere Moore schnellstmöglich und flächendeckend wiedervernässt werden. In diesem Zusammenhang muss das Landes-Moorschutzkonzept unter Einbeziehung landwirtschaftlich genutzter Flächen von der Landesregierung endlich konsequent weiterentwickelt, fortgeschrieben und vor allem auch umgesetzt werden.“