Landesregierung muss bei Reiches Netzpaket intervenieren

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern fordern die Landesregierung auf, im Bundesrat gegen das geplante Netzpaket von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zu intervenieren. Der Referentenentwurf zum Energiewirtschaftsgesetz würde die Energiewende ausbremsen und träfe besonders Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, die schon heute viel erneuerbaren Strom erzeugen.

Claudia Müller, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl 2026 und bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete, erklärt:

„Nach dem Frontalangriff auf die Energiewende braucht es jetzt eine klare Reaktion aus Schwerin. Wenn das Netzpaket von Katherina Reiche so kommt, trifft es Mecklenburg-Vorpommern besonders hart. Neue Zusatzkosten und mehr Unsicherheit beim Netzanschluss würden Projekte ausbremsen und Investitionen gefährden. Auch Gewerkschaften warnen bereits davor, dass dadurch Arbeitsplätze verloren gehen.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig darf das nicht einfach laufen lassen. Sie hat die Aufgabe, im Bundesrat die Interessen unseres Landes zu vertreten und muss deutlich widersprechen, wenn Berlin ausgerechnet denjenigen Regionen neue Hürden aufbürdet, die die Energiewende tragen. Dabei ist doch klar: Wenn wir günstigen Strom und sichere Versorgung wollen, brauchen wir schnellere Netzanschlüsse, moderne Verteilnetze und mehr Speicher, nicht neue Risiken für Wind und Solar.“