Anlässlich des morgigen Europäischen Tag des Fahrrads äußern sich die Landesvorsitzende Weike Bandlow und Andreas Katz, Mitglied des Landesvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern:

Weike Bandlow: „Zum Start der Fahrradtourismus-Saison erleben Urlauberinnen und Urlauber die hiesigen Radwege in völlig desolatem Zustand. Gerade Familien, die zum Radfahren nach MV kommen, sind entsetzt ob der gefährlichen oder fehlenden Radwege. Was für die Gäste ein verpatzter Urlaub ist, ist für die Menschen, die hier wohnen, ein ständiger Stressfaktor im Alltag. Sichere Schul- und Pendelwege sind kein überflüssiges Luxusgut, sondern Teil der Daseinsvorsorge. Es wird höchste Zeit, dass die Landesregierung ihren eigenen Koalitionsvertrag befolgt und sich ernsthaft mit dem Radverkehr auseinandersetzt. Es darf aber nicht dabei bleiben, dass die Möglichkeiten des Radwegebaus lediglich geprüft werden. Vielmehr muss sich das Land endlich aktiv um die Errichtung attraktiver Radwege bemühen und zwar nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land.“

Andreas Katz: „Fahrrad, Bus und Bahn müssen zusammen gedacht und die Angebote besser aufeinander abgestimmt werden, damit Mecklenburg-Vorpommern seinen Ruf als Radfahrland gerecht werden kann. Dazu braucht es an wichtigen Punkten sichere Abstellsysteme und mehr Mitnahmemöglichkeiten in Bus und Bahn. In Zeiten steigender Energiepreise nimmt das Fahrrad eine immer wichtigere Rolle für die Mobilität der Menschen in den Städten und auf dem Land ein. Daher ist es völlig unverständlich, dass der Ausbau der Radwege durch die getrennten Zuständigkeiten von Land und Kommunen bei der Planung und Finanzierung weiterhin behindert wird. Auch fehlende rechtliche Vorgaben seitens des Landes sorgen dafür, dass es derzeit in vielen Landkreisen und Kommunen leider nur wenige hochwertige Radverbindungen gibt. Das muss sich ändern!“