BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Mecklenburg-Vorpommern

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100% Erneuerbare Energien - Jobmotor für MV

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land der Erneuerbaren Energien. Es kann von der Energiewende und dem „Europäischen Grünen Deal“ profitieren wie kaum ein anderes Land.

Durch den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien kann das Land bis 2035 erreichen, dass der eigene Gesamtenergie-Bedarf zu 100% aus Erneuerbaren Energien gedeckt wird und zeitgleich mindestens 50.000 neue Arbeitsplätze in der Branche geschaffen und 2,5 Milliarden Euro jährlich an Steuereinnahmen zusätzlich erwirtschaftet werden.

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5-Punkte-Sofortprogramm für den Klimaschutz

Damit MV konsequent das Klima schützt und gut bezahlte Arbeitsplätze schafft, fordern wir:

1. Klimaschutzgesetz

Wir werden ein Klimaschutzgesetz für Mecklenburg-Vorpommern mit klaren CO2-Minderungszielen vorlegen. Das Gesetz werden wir mit einem Maßnahmenplan untersetzen, der unter anderem einen klaren Ausbaupfad für die erneuerbaren Energien enthält. So wird in der kommenden Legislaturperiode eine zusätzliche CO2-Reduktion um 35% undCO2-Neutralität bis 2035 in Mecklenburg-Vorpommern möglich.

2. Klima-Investitionsprogramm

Wir werden ein Klima-Investitionsprogramm aufsetzen, das Fördermittel aus der Europäischen Union sowie dem Bund mit Eigenmitteln des Landes kombiniert und nachhaltige Investitionsanreize für Unternehmen, Kommunen und Bürger-*innen auslöst. Dadurch können bis zu 50.000 Jobs und mehr als 2,5 Mrd. € Gewerbesteuereinnahmen in Mecklenburg-Vorpommern entstehen.

3. Beschleunigte Genehmigungsverfahren

Wir wollen in der Regionalplanung zügig mindestens zwei Prozent der Landesfläche für den Ausbau der Windenergie vorsehen und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigen. Die Bürger*innen müssen künftig fair an der Wertschöpfung der Erneuerbaren beteiligt werden und durch Genossenschaften viel häufiger selbst Teil der Energiewende werden.

4. Solarenergie-Offensive

Wir starten eine Solarenergie-Offensive in Mecklenburg-Vorpommern. Für Neubauten soll künftig eine Verpflichtung zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen gelten. Für den Gebäudebestand braucht es kostenlose Beratungs- und Unterstützungsangebote. Den schnellen Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik auf einem Prozent der Landesfläche werden wir naturverträglich gestalten.

5. Aufbau der Wasserstoff-Industrie

Wir werden eine Landesstrategie „Grüner Wasserstoff“ vorlegen. Wasserstoff ist, wie die Wärmewende, ein unverzichtbarer Treiber für die Sektorenkopplung. Vom Aufbau der großtechnischen Wasserstoffproduktion und -speicherung wird die Industrie in Mecklenburg-Vorpommern massiv profitieren.

Zu den Autoren

Hannes Damm (Physiker am Max-Planck-Institut Greifswald) und Hinrich Prause (Maschinenbauer Universität Rostock) promovieren im Bereich der Energieforschung.

Hans-Heinrich Schmidt-Kanefendt, (Dipl.-Ing. an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften) ist Urheber der verwendeten Simulationssoftware „100prosim“, mit der in Kooperation mit dem Verein Ernes e.V. bereits verschiedene Bundes- und Landesenergieszenarien aufgestellt und veröffentlich wurden.
Die Autoren haben die Studie im Rahmen ihres privaten Engagements gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Energie und Klima von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Ansporn war dabei neben der wissenschaftlichen Neugier, wie die Energiewende ganz konkret in Mecklenburg-Vorpommern ausgestaltet werden könnte, die Erkenntnis, dass die CO2 Emissionen des Landes seit 1991 stagnieren.

Für den Erhalt eines lebenswerten Planeten ist jedoch dringend nötig, schnellstmöglich Treibhausgasneutralität zu erreichen. Da es die Landesregierung seit Jahren versäumt, einen entsprechenden Ausstiegsplan vorzulegen, versteht sich die Studie auch als Aufschlag in Richtung der Landespolitik und die beteiligten Akteur*innen.

Die wesentlichen Erkenntnisse der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Es ist physikalisch und technologisch sehr gut machbar, ein 100 % erneuerbares Energiesystem für Mecklenburg-Vorpommern aufzubauen.
  • Die notwendigen Investitionen werden durch resultierende Mehreinnahmen gedeckt und bieten eine enorme wirtschaftliche Chance für das Bundesland.
  • Um den Systemumbau bis 2035 zu schaffen, braucht es ein konsequentes und umgehendes Handeln der Politik.