13.03.2020

Veranstaltungsabsagen wegen Corona-Virus: Land muss beim Kulturnotfonds vorangehen

Johannes Kalbe

Johannes Kalbe

Der kulturpolitische Sprecher von Bündnis 90/ Die GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern Johannes Kalbe plädiert angesichts zunehmender Veranstaltungsabsagen für die zügige Einführung eines Kulturnotfonds:

„Die Corona-Welle führt zur Absage vieler Kulturveranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern. Kulturträger, freiberufliche Künstler*innen und andere Mitarbeiter*innen im Kultur- und Medienbereich trifft dies mit voller Härte. Wir fordern daher, dass die Landesregierung so schnell wie möglich einen Kulturnotfonds auf den Weg bringt. Ein Wegfall von Veranstaltungen über einen längeren Zeitraum kann für viele Beteiligte existenzbedrohend sein. Der Notfallfonds soll die schlimmsten Einnahmeausfälle ausgleichen.“

Am Mittwoch hatte der deutsche Kulturrat hat die Bundesregierung aufgefordert, Nothilfen zu ermöglichen.

Kalbe: „Kultusministerin Bettina Martin und Gesundheitsminister Harry Glawe sollten jetzt aber nicht abwarten, sondern unverzüglich ein starkes Signal an die Kunst- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern setzen. Dies wäre auch ein Beitrag zur Prävention, denn es erleichtert Veranstaltern die Entscheidung zur Absage. Darum hat auch der Virologe der Berliner Charité Christian Drosten finanzielle Hilfen für Veranstalter angemahnt. Als Kultur- und Tourismusland müssen wir hier vorangehen.“

Außerdem besteht die Gefahr, dass freie Träger Fördermittel zurückzahlen müssen, weil geförderte Veranstaltungen nicht stattfinden können oder notwendige Eigenmittel durch Absagen nicht erbracht werden können. „Auch hier brauchen wir schnell eine konstruktive Lösung vom Kultusministerium“, so Johannes Kalbe abschließend.

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