24.09.2009

Rückzug des Fernverkehrs aus MV

Anlässlich der heutigen Meldung über die Streichung von weiteren Fernverkehrszügen durch die Deutsche Bahn AG befürchten Bündnis 90/Die Grünen auch Einschnitte in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere auf der InterCity-Strecke Greifswald - Stralsund - Rügen und damit im Wahlkreis von Angela Merkel.

"Die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin müssen sich zur Zukunft des Bahnverkehrs positionieren", fordert Harald Terpe, Bundestagsabgeordneter der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. "Es besteht die Gefahr, dass ganze Regionen vom Fernverkehr abgehängt werden und Mecklenburg-Vorpommern darunter besonders leidet."

Die geplante Streichung von Fernverkehrszügen auf der Mitte-Deutschland-Strecke wird auch Mecklenburg-Vorpommern und Angela Merkels Wahlkreis direkt betreffen. Die betroffenen InterCity-Züge fahren über Berlin weiter nach Greifwald, Stralsund und auf die Insel Rügen. Bereits in der Vergangenheit hat die Bundesbahn in den Randlagen ihres Streckennetzes besonders gekürzt. Bündnis 90/Die Grünen fordern daher einen Deutschland-Takt, der einen Stundentakt bis in die Randlagen des Streckennetzes gewährleistet. Dabei können Angebote des Regionalverkehrs und des Fernverkehrs sich sinnvoll ergänzen. Die Konzepte erfolgreicher Regionalverkehrsverbindungen müssen auch im Fernverkehr angewandt werden. Der Bund muss für den Fernverkehr in die Verantwortung genommen werden. Einen Gesetzentwurf hierzu hatte die GRÜNE Bundestagsfraktion bereits eingebracht und sie wird in der neuen Wahlperiode dieses Thema wieder aufgreifen, kündigt Harald Terpe von den Grünen an.

URL:http://gruene-mv.de/start/news-detail/article/rueckzug_des_fernverkehrs_aus_mv/archive/2009/september/