22.03.2018

Von: Anne Kubik

Naturnaher wirtschaften für den Schutz unseres Wassers

Claudia Schulz, Landesvorsitzende

Claudia Schulz, Landesvorsitzende

Anlässlich des Weltwassertages am 22. März 2018 mahnen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Engagement für den Wasserschutz an. Dazu Claudia Schulz, Landesvorsitzende:

"Von Düngemitteln und Pestiziden, über den Abrieb vom Fleece-Pullovern bis zu Mikroplastik in Kosmetika: All das, was wir in die Umwelt lassen, verschwindet nicht, sondern gelangt über Abflüsse, Drainagen oder Kläranlagen in die Gewässer und landet letztendlich wieder bei uns in den Trinkwasserquellen. Am Ende der Kette anzusetzen und problemematische Stoffe nachträglich herausfiltern zu wollen, kommt uns teuer zu stehen! Auch in Mecklenburg-Vorpommern mussten beispielsweise schon Trinkwasserbrunnen aufgrund von Nitratbelastungen geschlossen und neue gebohrt werden, die tiefere, noch unbelastete Trinkwasserleitschichten erreichen. Auch eine aufwendige Aufbereitung bzw. weitere Klärstufen in den Klärwerken schlagen sich in höheren Trinkwasserpreisen nieder. Auch deshalb ist es wichtig, beim Gewässerschutz bei den Ursachen anzusetzen und solche Belastungen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Letztlich geht es darum, deutlich naturnaher zu wirtschaften, um unser Wasser zu schützen. So sollte u.a. der Plastikverbrauch generell stark gesenkt werden – beispielsweise durch dringend überfällige neue Regelungen zu umweltfreundlichen Verpackungen von Lebensmitteln und durch ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika. Für Pestizide brauchen wir endlich klar definierte Reduktionsziele und Programme zum Erreichen der Ziele. Auch ist die neue Düngemittelverordnung längst nicht ausreichend, um die Überfrachtung unerer Umwelt mit synthetischen Stickstoffdüngern und Gülle zu stoppen."

URL:http://gruene-mv.de/start/news-detail/article/naturnaher_wirtschaften_fuer_den_schutz_unseres_wassers/archive/2018/march/