04.07.2011

Lubmin wird nicht der Müllabladeplatz für ganz Deutschland!

„Offensichtlich soll Lubmin scheibchenweise zum radioaktiven Müllabladeplatz für ganz Deutschland gemacht werden“, bilanziert Jürgen Suhr, Grüner Spitzenkandidat für die Landtagswahl die Idee des Berliner Senats Atommüll nach Lubmin zu schicken. Die Kapazitäten des Zwischenlager Wannsee seien in zwei Jahren ausgeschöpft, so ist aus dem Berliner Abgeordnetenhaus zu hören. „Hier spielt der Betreiber des Zwischenlagers Nord, die bundeseigene eine unrühmliche Rolle, weil sie sich überall als billiger Entsorger für radioaktiven Müll andient,“ so Suhr. Die Grünen sehen eine große Gefahr, dass immer mehr Aufträge aus dem In- und Ausland durch die EWN angenommen werden und Lubmin sich so zu einem Zwischenlager mit einer Endlagercharakteristik entwickelt. „Die EWN reibt sich die Hände und hört die Kassen klingeln“, kritisiert Suhr. Die Planungen sind bekanntlich bereits auf die nächsten 80 Jahre ausgerichtet. Die EWN kann dabei offensichtlich schalten und walten wie sie will, ohne dass der Bund als Eigentümer eingreift. Die Menschen in der Region um Lubmin sind die Leidtragenden. „Ich fordere die Bundesregierung als Eigentümerin der EWN dazu auf, hier endlich einen Riegel vorzuschieben und derartige Tätigkeiten zu untersagen!“ Und den Berliner SPD-Abgeordneten Holger Thärichen, der eine Lagerung des Atommülls in Vorpommern vorantreibt, lässt Suhr wissen „Wir sind nicht dafür zuständig, uns um den radioaktiven Müll anderer Bundesländer zu kümmern.“

URL:https://gruene-mv.de/start/news-detail/article/lubmin_wird_nicht_der_muellabladeplatz_fuer_ganz_deutschland/archive/2011/july/