09.01.2019

Von: Anne Kubik

Land verschläft Inklusion

Ulrike Berger, Landesvorsitzende

Der Sprecher des Bildungsministeriums, Henning Lipski, kündigte heute an, dass die Landesregierung bis 2023 insgesamt 234 zusätzliche Lehrkräfte für die Umsetzung der Inklusion einstellen will. Dazu erklärt Ulrike Berger, bündnisgrüne Landesvorsitzende:

„Nach dem Inklusionskonzept der Landesregierung aus dem Jahr 2016 sollte dies jedoch schon schrittweise bis zum Jahr 2020 vollzogen sein. Nun verschiebt die Landesregierung die dringend benötigte Einstellung der Lehrkräfte um weitere drei Jahre. Besonders misslich daran ist, dass bereits seit einigen Jahren Kinder mit Förderbedarfen an den Regelschulen eingeschult werden, dort aufgrund fehlender Lehrkräfte jedoch nicht die Förderung bekommen, die sie brauchen!

Wir GRÜNEN haben das Inklusionskonzept von SPD, CDU und LINKE damals nicht mitgetragen, weil die Zahl der zusätzlichen Lehrkräfte aus unserer Sicht viel zu gering angesetzt war – und weil wir Hinweise hatten, dass selbst die zugesagten Zusatzstellen bis 2020 nicht kommen werden. Das bestätigt sich nun leider.

Zugleich steigt die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss wieder. Die Bildungsministerin muss endlich in die Gänge kommen: Wir müssen mehr qualifizierte Fachkräfte für die Inklusion gewinnen, ausbilden und an die Schulen bringen. Inklusion kann ein großer Gewinn sein, mit schlechten Rahmenbedingungen kann es aber auch zum Desaster werden. Das dürfen wir in M-V nicht zulassen.“

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