13.07.2021

Klimawandel als Ursache für Ausbreitung von Parasiten

"Die Klimakrise ist schon lange in M-V angekommen und verändert unser Land bereits heute. Sie konfrontiert uns mit Krankheitserregern und zeigt so, wie dringlich es ist, zu handeln und die Erderwärmung im Zaum zu halten."

Mit zunehmenden Temperaturen wie sie derzeit in Mecklenburg-Vorpommern herrschen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass bestimmte Krankheiten mit den Parasiten übertragen werden. So ist der Gemeine Holzbock - die häufigste Zeckenart im Land - als Überträgerin der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und der Lyme-Borreliose bekannt, zwei Krankheiten, die laut Medizinern für uns Menschen gefährlich sein können. Die nun immer häufiger vorkommende Auwald- bzw. Wiesenzecke stellt laut Löffler-Institut insbesondere als Überträgerin der sogenannten Babesiose - oft auch Hundemalaria genannt - ein hohes Risiko für Hunde dar.

Zerkarien (Larven von Saugwürmern) entwickeln sich besonders gut in den Seen mit Wassertemperaturen ab 24 Grad. Die Klimakrise bringt mit sich, dass die Sommer immer länger werden und damit auch die Gewässer aufheizen. Die Zerkanien dringen auch in die menschliche Haut ein und verursachen die so genannte Zerkariendermatitis, eine juckende Quaddelbildung der Haut. 

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