18.09.2008

GRÜNE fordern vorbeugende Munitionsbergung in der Ostsee

Dabei ist inzwischen eine Bergung mit umweltverträglicher Technik möglich.

 

Insbesondere bei Aufspülungen von Sand muss eine vorbeugende Munitionsbergung erfolgen, ebenso im Bereich von Strömungen, die zu einem erheblichen Sandtransport an die Küste führen, so Ulrich Söffker, Landesgeschäftsführer der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. Zusätzlich müssten schrittweise weitere Flächen untersucht und beräumt werden. Handlungsbedarf besteht aus Sicht der GRÜNEN sowohl in Küstennähe, als auch in den intensiver befischten Gebieten. In den nächsten Jahren ist zudem eine intensivere Nutzung des Meeresbodens durch leitungen, Pipelines und Windkraftanlagen zu erwarten. Diese Eingriffe in die Natur und den Meeresboden müssten konsequent genutzt werden, um in diesen Bereichen schrittweise eine Munitionsbergung vorzunehmen. Die derzeitige Erarbeitung einer Raumplanung für das Küstenmeer durch die Bundesregierung bietet eine gute Möglichkeit, Grundsätze zum Umgang mit den Munitions-Altlasten festzulegen und auch den Bund an den Kosten dieser aufwändigen Arbeiten zu beteiligen, schlagen die Grünen vor.

 

Bündnis 90/Die Grünen weisen darauf hin, dass heute effiziente Technologien zur Verfügung stehen, die eine umweltverträgliche Munitionsbergung ermöglichen. Früher haben Munitionssprengungen mit ihren großen Druckwellen zu erheblichen Gefährdungen insbesondere für Schweinswale und andere Meeressäuger geführt. Heute steht mit der Unterwasserschneidetechnik ein Instrument zur Verfügung, das derartige Belastungen verhindern kann.

 

URL:http://gruene-mv.de/start/news-detail/article/gruene_fordern_vorbeugende_munitionsbergung_in_der_ostsee/archive/2008/september/