30.03.2021

Großbrand in Schweinemastanlage Alt Tellin - Verantwortliche müssen endlich Konsequenzen ziehen

Das Ausmaß des Großbrandes in Alt Tellin übersteigt die ersten Befürchtungen um ein Vielfaches. Von den 18 Ställen waren am Nachmittag lediglich noch zwei nicht von dem Brand betroffen. Es ist damit zu rechnen, dass tausende, vielleicht zehntausende Tiere einen qualvollen Tod in den Flammen sterben mussten.

Hierzu Anne Shepley, Spitzenkandidatin zur Landtagswahl:

„Die Verantwortlichen müssen endlich mehr liefern als nur verbales Mitgefühl und folgenlose Absichtserklärungen. Allen voran Minister Backhaus und seine nachgeordneten Behörden stehen in der Pflicht, endlich zu Handeln und die Tierhaltung so sicher machen, dass solche Katastrophen ausgeschlossen sind.

Moderne und gesellschaftlich akzeptable Tierhaltungsformen dürfen weder Menschen und Tieren, noch der Umwelt schaden. Schweinemastanlagen in solchen Größenordnungen gehören generell verboten, für alle anderen Anlagen braucht es schnellstmöglich Nachbesserungen in der Landesbauordnung.

Seit Jahren gibt es massive Kritik und juristische Verfahren zum Brandschutz der Anlage in Alt Tellin. Vor gerade einmal vier Wochen ist eine Schweinemastanlage bei Kobrow in Brand geraten und 3000 Schweine sind dort in den Flammen verendet. Konsequenzen sind keine gezogen worden. Der Minister kommentiert solche Fälle unpassenderweise so, als wäre er ein Unbeteiligter. Dabei trägt er eine klare Mitverantwortung.

Es gibt noch mehrere Landtagssitzungen vor den Wahlen. Wenn Till Backhaus sein geäußertes Bedauern ernst meint, legt er zeitnah einen Gesetzentwurf für einen konsequenten Tierschutz und ein Verbot von Massentierhaltungsanlagen für Schweine vor. Andernfalls bleibt es Heuchelei.“

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