30.04.2014

Für eine europäische Energiewende!

Gemeinsam mit rund 30 Bürgerinnen und Bürgern haben Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament und Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Europawahl am 25. Mai, sowie Claudia Müller, Landesvorsitzende der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, am Mittwoch (30. April 2014) ein Erdöl-Testfördergelände der Central European Petroleum GmbH (CEP) bei Saal in Vorpommern besichtigt. Vor Ort forderten sie von CEP-Geschäftsführer Dr. Thomas Schröter Antworten auf offene Fragen zu Risiken und Details der geplanten Erdölförderung - beispielsweise zum Chemikalieneinsatz während der Bohrungen, zum Erdöl-Transport und zur Informationspolitik des Unternehmens gegenüber den AnwohnerInnen.

Die Grüne Europapolitikerin Rebecca Harms warb im Gespräch mit den BürgerInnen für eine konsequente Energiewende in Europa: "Es reicht nicht, dass Deutschland seine Atomkraftwerke abschaltet. Wir brauchen eine europäische Energiewende, die auf erneuerbare Energien und Energie-Einsparung setzt. Atomkraft und das gefährliche Fracking gehören nicht zum Energie-Mix der Zukunft. Auch die Krise um die Ukraine und mit Russland zeigt uns, dass die Europäische Union sich unabhängig machen muss von einseitigen Rohstoff-Importen. Das schaffen wir nur mit einer konsequenten Förderung von erneuerbaren Energien", so Harms.

Die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller, unterstrich, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern beendet werden müsse. Das erfordere auch eine Energiewende in der Verkehrspolitik. Zugleich forderte Müller mehr Transparenz und Beteiligung bei Fördervorhaben: "Wir wollen, dass unsere Gesellschaft sich weg vom Öl und hin zu erneuerbaren Energien orientiert. Wo aber Öl gefördert wird, müssen die Bedenken und Ängste der Menschen ernst genommen werden. Wir GRÜNE wollen beispielsweise, dass Behörden und Institutionen proaktiv in den Dialog mit AnwohnerInnen treten und umfassend über mögliche Risiken der Erdölförderung für Mensch und Umwelt informieren. Deshalb werden wir weiter eine Reform des Bundesberggesetzes fordern."

Am Abend diskutieren die Grünen Politikerinnen Harms und Müller außerdem in Greifswald über die Risiken der Kernenergie und den europaweiten Atomausstieg. An der Veranstaltung mit dem Titel "Europäischer Atomausstieg: Jetzt!" nehmen neben Rebecca Harms und Claudia Müller auch Johann-Georg Jaeger, Energiepolitischer Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN MV, und Cornelia Kampe, Spitzenkandidatin der Grünen Vorpommern-Greifswald zur Kommunalwahl 2014, teil. 

URL:http://gruene-mv.de/start/news-detail/article/fuer_eine_europaeische_energiewende/archive/2014/april/