23.05.2014

Bürger machen mobil gegen Ölbohrung‏

Am kommenden Samstag, den 24. Mai werden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gemeinsam mit AnwohnerInnen, Umweltverbänden und bundesweiten Bürgerinitiativen vor dem Bohrplatz in Saal für mehr Transparenz im Genehmigungsverfahren, deutliche höhere Monitoringauflagen, bessere Umweltschutzstandards und für den Ausbau der Erneuerbaren Energien demonstrieren.

Die Demonstration beginnt um 15 Uhr in Saal an der Ecke Neue/ Bahnhofsstraße. Dort wird es eine mobile Volksküche und bunte Aktionen geben. Von dort werden die DemonstrantInnen gemeinsam mit 10 Traktoren zur Bohrstelle gehen, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Unter den DemonstrantInnen ist auch Claudia Müller (Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): „Wir GRÜNE setzen uns für wesentlich höhere ökologische und soziale Standards bei der Ölförderung ein, die konsequent kontrolliert werden sollen.“ Müller weiter: „Besonders in einer ökologisch sensiblen Region wie dem Saaler Bodden und dem angrenzenden Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft werden die BürgerInnen durch den Einsatz umstrittener Fördermethoden wie z.B. das sog. „Fracking“ verunsichert. Auch Pläne unter offenen Gewässern zu bohren wecken Befürchtungen vor irreversiblen Umweltschäden. Als GRÜNE fordern wir die Betreiberfirma auf, sich mit klaren Aussagen allen Fragen der AnwohnerInnen zu stellen.“

Hintergrund:


Laut Betriebsplan soll es in den kommenden Wochen auf dem Bohrplatz Barth 11 zum Einsatz von „Fracking“ kommen. Dies wäre in diesem Maße in Deutschland das erste Mal seit Sommer 2011. Vor Ort hat sich daher ein AnwohnerInnen-Netzwerk gebildet, das seit der Genehmigungserteilung zur Testförderung viel unternommen hat, um auf die Lärm- und Umweltbelastung der anfallenden Schwertransporte als auch auf die Gefahren für das anliegende Naturschutzgebiet hinzuweisen. In dieses Netzwerk bringen sich aktiv Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein. So wurden am 30. April 2014 gemeinsam mit der Europaabgeordneten Rebecca Harms (MdEP; GRÜNE) ein Fragenkatalog an die Betreiberfirma Central European Petroleum GmbH (CEP) überreicht. Konkrete kritische Fragen z.B. zu den Gas-Immissions-Sensoren und der Entsorgung der rückgewonnen Frackflüssigkeit hat CEP bisher nur im ungefähren beantwortet. Außerdem wird einer konkreten Auskunft über Sicherheitsbestimmungen der Frackflüssigkeiten und damit eine Offenlegung aller Fluid-Bestandteile ausgewichen. 

URL:http://gruene-mv.de/start/news-detail/article/buerger_machen_mobil_gegen_oelbohrung/archive/2014/may/