19.03.2019

Von: Anne Kubik

Artenschwund: Zeit zu Handeln

Claudia Schulz, Landesvorsitzende

Zu den aktuellen Ausführungen von Minister Backhaus zum nicht gestoppten Rückgang der Artenvielfalt in Mecklenburg-Vorpommern sagt Claudia Schulz, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern:

„Die Artenvielfalt in ihrer Breite kann nur erhalten werden, wenn wir flächendeckend wieder für intakte Lebensräume mit entsprechenden Nahrungsgrundlagen sorgen. Stickstoffüberfrachtung, fehlende Biotopverbünde und großflächig ausgeräumte Agrarflächen sind Probleme, die konsequenter angegangen werden müssen. Die Ankündigung von Minister Backhaus wieder für Gewässerschutzstreifen von sieben Metern Breite und mehr extensiv bewirtschaftete Flächen zu sorgen, ist ein guter Anfang, jedoch längst überfällig und bei weitem nicht ausreichend.

Die Zeit der Ankündigungen ist vorbei. Es ist jetzt Zeit zu Handeln! Die Biodiversitätsstrategie muss dringend überarbeitet werden und bedarf klarer Zielvorgaben mit Zeitrahmen und Konzentration auf besonders wirksame Maßnahmen zur Wiederbelebung der biologischen Vielfalt. Auch die Landwirte brauchen mehr Unterstützung, indem bürokratische Hemmnisse abgebaut werden, die dem Naturschutz entgegenstehen. Förderprogramme müssen für standortangepassten Naturschutz flexibler werden. Die Beschränkung auf enge Gebietskulissen für die Förderung ist wenig zielführend. Auch gehört die Vermittlung von landschaftsökologischen Zusammenhängen, Naturschutzmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen und ökologischen Anbaumethoden für alle verbindlich und verstärkt in die landwirtschaftliche Ausbildung.“

URL:http://gruene-mv.de/start/news-detail/article/artenschwund_zeit_zu_handeln/