29.08.2013

Arbeitsmarktpolitik gescheitert, Armutsrisiken steigen

Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen für August 2013 in Mecklenburg-Vorpommern sieht der Rostocker Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern, Harald Terpe, keinen Grund zum Jubeln.

„Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern stagniert. Gleichzeitig ist seit 2011 das Armutsgefährdungsrisiko gestiegen.“  Freie Stellen gebe es hauptsächlich in Niedriglohnbereichen, in anderen Bereichen sei die Einstellungsbereitschaft der Wirtschaft verhalten. „Wenn Landes- und Bundesregierung ehrlich wären, müssten sie zugeben, dass ihre Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik gescheitert ist“, so Terpe.

Der verhaltene Rückgang der Arbeitslosenzahlen sei – wie die Bundesagentur für Arbeit selbst zugebe – eher auf demografische und saisonale Gründe zurückzuführen als auf eine wirksame Arbeitsmarktpolitik. Gleichzeitig steige nach Angaben des Statistischen Landesamtes das Armutsrisiko im Land. Nur in Bremen sei der Anteil armer oder von Armut bedrohter Menschen noch höher, erklärte Terpe.

Besorgniserregend sei für ihn vor allem die Stagnation der Arbeitslosenzahlen unter Hartz-IV-Empfängern. "Hier wird in trauriger Weise deutlich, dass sich die Langzeitarbeitslosigkeit in unserem Land verfestigt hat", meint Terpe.  Auch die Zahl der Arbeitslosen über 50 sei im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Gerade in diesen Bereichen mache sich auch bemerkbar, welche negativen Effekte die Kürzung der Gelder für berufliche Qualifikation durch den Bund habe. 

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