12.07.2021

Anne Shepley: „Was ist ihr Plan, Frau Bildungsministerin Martin?

Anne Shepley, GRÜNE Spitzenkandidatin für den Landtag Mecklenburg-Vorpommern

„Solange das Land die Ausrüstung hätte selbst bezahlen müssen, wurde Frau Martin nicht müde die Lüfter-Diskussion mit Verweis auf die wissenschaftlichen Berater der Landesregierung als nicht-effektiv zu brandmarken. Nun, wo der Bund bis zu 80 Prozent der Kosten übernimmt, stellt sie es den Schulen individuell frei, ihre Klassenräume nachzurüsten. Ohne klare Empfehlungen für Anlagen auszusprechen und deutlich zu machen, welche Bedeutung diese für die Eindämmung der Pandemie hat, droht ein Flickenteppich im Land zu entstehen.

Es darf nicht sein, dass Schüler*innen in einer Schule in den digitalen Fernunterricht müssen, während ein paar Meter weiter die anderen Schüler*innen zur Schule kommen dürfen. Die gleichwertigen Lehr- und Lernverhältnisse an allen Schulen müssen festes Ziel der Landespolitik sein. Frau Martin muss jetzt eine allgemeinverbindliche Linie vorgeben und die Schulen konstruktiv bei deren Umsetzung unterstützen. Hier muss sie als Bildungsministerin zu ihrer Verantwortung stehen.“

Anne Shepley weiter: „Es ist die Aufgabe von Bettina Martin als zuständige Bildungsministerin den regulären Schulbetrieb zu Pandemiezeiten so gut es geht abzusichern. Dazu gehört auch im eigenen Haus die Expertise aufzubauen, welche Maßnahmen besonders geeignet sind, um unsere Kinder vor eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zu bewahren. Einfach nur die Bundesgelder zur Verfügung zu stellen und die Schulleitungen zum einen mit der Entscheidung über und dann mit der Auswahl an mobilen und stationären/festverbauten Lüfteranlagen allein zu lassen, grenzt an Arbeitsverweigerung.“

Die Spitzenkandidatin von BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern weiter: „Nach den Sommerferien mag das regelmäßige Stoßlüften und die Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln noch ausreichen. Aber bis zum Winter wird ein Großteil der Schülerschaft noch ohne Impfschutz sein. Spätestens im Herbst muss jeder Klassenraum über eine geeignete Raumluftanlage verfügen, idealerweise fest verbaut mit Frischluftzufuhr.“

Anne Shepley verweist auch ausdrücklich auf die positiven Effekte von Raumluftanlagen abseits des Corona-Schutzes: „Zudem würden die Schülerinnen und Schüler von Raumluftanlagen auch nach der Pandemie profitieren. Denn Untersuchungen zeigen, dass der CO2-Gehalt in den Klassenzimmern schon nach 45 Minuten zu hoch ist. Die Folge dieser dicken Luft kennen wir alle: Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Außerdem bieten Luftfilter auch einen Schutz während der Pollen- und Grippesaison. Sie sind somit eine echte Investition in die Bildung unserer Kinder und damit in die Zukunft!“

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