17.01.2017

Von: Claudia Müller

Landesvorsitzende Claudia Müller zum Gesetzentwurf zur Entgeltgleichheit: Ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein

Landesvorsitzende Claudia Müller

Landesvorsitzende Claudia Müller

Müller dazu: "Der durch die Familienministerin Schwesig vorgelegte Gesetzesentwurf ist gekennzeichnet durch Mutlosigkeit und fehlendem Willen zu Veränderungen. Betriebe unter 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben keine Verpflichtungen offen zu legen wie und ob Männer und Frauen unterschiedlich bezahlt werden. Dabei arbeitet die Mehrheit der Angestellten im Land in Klein- und Kleinstbetrieben. Frauen in diesen Unternehmen haben weiterhin keine Möglichkeit offiziell zu erfahren, ob es unterschiedliche Behandlungen gibt."

Müller kritisiert weiterhin das fehlende Verbandsklagerecht für Gewerkschaften in diesem Zusammenhang. "Die Frauen sind in diesem Kampf um Gerechtigkeit weiter auf sich allein gestellt," so Müller weiter. "Es bleibt zu hoffen, dass es hier zu Veränderungen im Sinne der Frauen kommt."

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Unterschied in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen jedoch deutlich geringer als in anderen Bundesländern. Der Grund dafür ist das allgemein niedrige Lohnniveau.

"Die Hauptaufgabe der Bundes- und Landesregierung ist es daher, die Rahmenbedingungen für Lohngerechtigkeit zwischen Ost und West, einen größeren Anteil an tarifgebundenen Arbeitsplätzen und die Eindämmung von prekärer Beschäftigung zu sorgen. Das ist für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land wichtig."

URL:http://gruene-mv.de/start/news-detail/article/-eb28393166/archive/2017/january/